Was sind Künstlerkollektive?

Das Wort des Jahres in der Kunstszene ist wohl „kollektives Arbeiten“ oder „Kollektive“. Spätestens seit der Documenta gibt es viele Debatten um das Konzept des Zusammenarbeitens im künstlerischen Raum. Aber was steht eigentlich hinter dem Konzept eines Kollektives und welche vor und Nachteile birgt dieses?

Ausstellung in Hamburg

Am 27.10.2022 bis zum 30.10.2022 findet in Hamburg eine neue Ausstellung von SKM statt. Hier werden verschiedene Künstler:innen vertreten. Obgleich in einer Gruppenausstellung Einzelpositionen vertreten werden, ist der Weg und die Zusammenfindung zu einem gemeinsamen Ausstellungsrahmen ein Ansatz von kollektiven Arbeiten.

Hierbei ist es wichtig, die Strukturen zu verstehen und hilfreiche Strategien anwenden zu können.

Documenta 22

Nehmen wir uns ein Beispiel an der Documenta 22 in Kassel. Das kuratierenden-Team „Ruangrupa“ fungiert als Kollektiv und hat gemeinschaftlich die Kuration übernommen. Hierbei war es ihnen besonders wichtig, viel Freiräume zu lassen und den eingeladenen Kollektiven nicht in die eigene Arbeit reinzugrätschen. Diese Handhabung führt zum Hinterfragen von Machtstrukturen, die durchaus in der Kunstszene bestehen. Fragen wie: Wer entscheidet, was gut ist und was nicht? Werden in eine demokratische Abstimmung umgeleitet, die nicht mehr basierenden auf einer Einzelperson entschieden wird. Oft sind Einzelpersonen legitimiert durch eine glückliche Machtstruktur und erreichen somit oftmals nur ein sehr selektiertes Publikum.

Kollektives Arbeiten

Im Kollektiven Arbeiten geht es viel, um gegenseitiges Vertrauen und Räume, um verschiedene Ideen aber auch Kritiken auszutauschen. Schwierig hierbei ist, den Überblick über alle Positionen zu bewahren und von Anfang an Strukturen deutlich aufzuweisen. Diskriminierende Inhalte sollen und dürfen keinen Platz im kollektiven Arbeiten haben.

Kollektives Arbeiten

Studierenden Kunstmarkt nimmt sich die Kernstrukturen zum Vorbild: Die Künstler:innen entscheiden selbst, wie sie ihre Werke am liebsten präsentieren und entscheiden mit bei den kuratorischen Fragen zur Hängung.

Wir versuchen Studierenden aus verschiedenen Städten und Universitäten zu verbinden, um ein Netzwerk zu erschaffen, indem die Studierenden sich gegenseitig unterstützen.

Die Ausstellung in Hamburg wird eine Repräsentation von starken Positionen aus der SKM Community, die alle auf unterschiedliche Art und Weisen arbeiten, sich aber zusammenfinden, um gemeinsam eine Position zu erschaffen.

Wir halten euch in den nächsten Wochen über die Ausstellung am Laufen, über die Location und die spannenden  Künstler:innen die vertreten sein werden.

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