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Künstlerkollektive und SKM Community: Warum es so wichtig ist, sich zu verbinden

„Als Künstlergruppe, gelegentlich auch Künstlerkollektiv, bezeichnet sich ein offener oder fester Zusammenschluss von Künstlern zu einer Gruppe mit einem Namen. Gründer und Initiatoren von Künstlergruppen sind meist namhafte Künstler, um die sich ähnlich denkende Künstlerpersönlichkeiten gruppierten. Viele Künstlergruppen hatten und besitzen auch heute großen und wesentlichen Einfluss auf die verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte.“

Klaudia Maria Rogowski

Ziel von Künstlergruppen ist in Kontakt zu treten und gemeinsam tradierte Arbeitsweisen hinter sich zu lassen und gemeinsam neue Wege zu schaffen. Sie unterstützen sich gegenseitig, ziehen Projekte auf und können aber dennoch auch im einzelnen Kunst schaffen.

Es gibt Künstlerduos – zu zweit, Gruppen mit mehreren Personen und Künstlerkolonien, wo sich die Künstler:innen gemeinsam niederlassen. Ein Beispiel in Deutschland ist unter anderem die Künstlerkolonie Worpswede.

Drew Mazyck

Ein sehr bekanntes Künstlerkollektiv war „Die Brücke“, die 1905 in Dresden gegründet wurde. Sie war maßgeblich für den Stil des Expressionismus. Mitglieder waren insbesondere die Künstler:

Ernst Ludwig KirchnerKarl Schmidt-Rottluff Fritz BleylErich HeckelMax Pechstein,Emil Nolde ,Otto Mueller.

Aber wieso sollte man Künstler:innen Kollektive gründen? Kein anderer Beruf wie der des Künstler*innen Daseins ist so sehr auf die Gemeinschaft angewiesen. Oft fällt es einem gar nicht auf, man sitzt in seinem Atelier, malt den ganzen Tag und plötzlich merkt man, dass man ja noch irgendwie Galerien finden muss, die einen ausstellen. Gerade an den Universitäten geht es auch viel um die eigene, künstlerische Optimierung, wobei dann die Formung eines eigenen Netzwerkes manchmal zu kurz kommt.

Dabei sind Netzwerke essenziell.

Karen Schuster

Tipps, um mit anderen Künstler:innen in Kontakt zu bleiben

1. Onlinegalerien wie Studierenden Kunstmarkt

Studierenden Kunstmarkt verbindet Studierende von verschiedensten Orten. Oftmals hat man gar keinen Überblick, wo gerade welche Künstler:innen an was arbeiten. SKM bietet einen guten Überblick und mit den verschiedenen Interviews auch einen genaueren Blick in die aktuellen Fragen, mit denen sich die Künstler:innen beschäftigen. Hier ist es unkompliziert sich zu connecten. Gerade über soziale Medien kann man Kontakte knüpfen mit den Künstler:innen, die man spannend findet und sich mit diesen verbinden. SKM nimmt euch eine Menge Recherche ab, ihr könnt ganz einfach durch die verschiedenen Kategorien durchklicken und euch die Arbeiten ansehen, die ihr wichtig findet.

Lukas Franz Zimmermann

2. Mit jungen Künstler:innen verbinden

Oftmals denkt man als junge Künstler:in man müsse jetzt sofort mit den Galerien und schon bekannten Personen in Berührung treten.

Dabei ist es ja unsere Generation, die später einmal die Galerien besitzen wird, neue Orte eröffnen werden, Ausstellungen kuratieren und archivieren werden. Sich mit Menschen zu umgeben, die im künstlerischen Feld tätig sind und auch noch am Anfang stehen, ist immer eine bereichernde Idee. 

Viviane Voigt

3. Sich informieren

Auf dem neusten Stand sein über aktuelle Ausstellungen in der eigenen Nähe ist immer gut. Gerade Projekte von der Uni oder kleine Gruppen von Studierenden können manchmal Ausstellungen schaffen, die ganz neue Ansätze beinhalten und vielleicht einmal die nächste Generation prägen werden. Galerien haben ihre Prägung schon seit mehreren Jahren aufgebaut, aber junge Künstler:innen können sich noch neuen Platz zu eigen machen. Genau das ist es ja auch, was die Künstler:innengruppen erfolgreich ausgeführt haben: Den Ort und die Maltechnik an die eigenen Bedürfnisse anpassen, neue Räume finden, statt sich an das Alte anzupassen.

Milena Katharina Simonis

Ihr müsst jetzt nicht direkt Kollektive gründen und mit anderen zusammenarbeiten. Vielleicht arbeitet ihr auch viel besser alleine…es gibt kein Muss. Es geht eher darum, so Communitys wie Studierenden Kunstmarkt als eine Chance zu sehen. Hier ladet ihr nicht nur eure Werke hoch, um diese zu verkaufen, sondern ihr baut Kontakten mit den anderen Studierenden auf und lernt eure Käufer:innen kennen. Ihr könnt im Blog übereinander erfahren  und euch gegenseitig unterstützen. Die Kunstwelt braucht Zusammenhalt, gerade junge Künstler:innnen.

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