DIY Leinwand selber bauen

Leinwände sind ein häufig genutzter Untergrund für Malereien. Oft fließt in den Verkaufswert von Bildern auch das handwerkliche Geschick im Bauen der eigenen Leinwand mit ein. Somit ist es gut zu wissen, wie man seine eigene Leinwand herstellen kann - und es ist sehr viel billiger als diese zu kaufen. Man benötigt: Keilrahmen, Gummihammer, Leinwandstoff, Gesso, Hasenleim (wenn gewünscht), Tacker

Als Erstes benötigt man eine gerade Unterlage, auf der man die Keilrahmen vorsichtig ineinander steckt. Der Gummihammer dient hierbei, als Hilfe die Ecken gut ineinander zubekommen, ohne das Holz zu beschädigen. Alternativ geht auch ein normaler Hammer mit einem Stofftuch dazwischen.

Hat man den Rahmen zusammengebaut, legt man diesen auf den Stoff und schneidet ihn zurecht. Hierbei lieber großzügiger abschneiden, denn man benötigt viel Stoff an den Rändern, um diesen dann zu spannen.

Jetzt kommt der Tacker ins Spiel. Es gibt viele unterschiedliche Tacker, der preisgünstigste ist aus Plastik und von Obi, der Tacker aus Metall ist einfach sehr robust und der elektrische Tacker erleichtert das Bauen von großen Leinwänden, da er keine große Kraft in den Händen benötigt. 

Man beginnt man den Stoff zunächst an vier Stellen zu tackern, wie eine Art Kreuz.

Von dort aus geht man die Reihe um und tackert immer eine neue Nadel rein, dreht dann die Leinwand und macht das auf der nächsten Seite und immer so weiter. Am besten macht man dies im Uhrzeigersinn, um sicher zu sein, wo man schon war. Wichtig ist, dass man immer vor dem tackern den Stoff einmal anzieht, sodass er schön gespannt ist. Dafür gibt es sonst auch Geräte, falls es einem mit der Hand auf die Dauer zu Anstrengend wird. 

Kommt man an den Ecken an, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Wichtig ist sich zu überlegen, auf welcher Seite man die Ecken sehen soll. Am Rand oder oben und unten oder etwas im Kreis.

Fertig ist die Leinwand. Jetzt ist es aber wichtig, noch eine passende Grundierung zu finden. Hasenleim sorgt dafür, dass die Leinwand besonders straff gespannt wird und somit nicht so leicht nachgibt. Gesso sorgt für einen weiteren Schutz und eine weiße Grundierung. Zum Auftragen nutze ich große Pinsel. Hat man Unebenheiten auf der Leinwand, kann man diese am Ende schleifen.

Fertig ist die eigene Leinwand! Ob man den Rand mit grundiert oder nicht, bleibt jeder Person selbst überlassen. Das Gesso sollte ungefähr 2-3 Stunden eintrocknen und dann kann das Malen sofort losgehen! 

Suche dir deine Kategorie

Neuste Beiträge

Artacademy Online – Das A&O deiner Kunst

Artacademy online unterstützt dich in allen Bereichen, die du benötigst, um dir ein echtes Standbein mit Kunst aufzubauen. Wir unterstützen deine Kreativität und möchten dir zeigen, wie du so auftreten kannst, wie du es gerne möchtest. Authentizität, Kreativität und deine persönliche Entfaltung stehen hierbei immer im Vordergrund.

Weiterlesen »

Was sind Künstlerkollektive?

Das Wort des Jahres in der Kunstszene ist wohl „kollektives Arbeiten“ oder „Kollektive“. Spätestens seit der Documenta gibt es viele Debatten um das Konzept des Zusammenarbeitens im künstlerischen Raum.

Aber was steht eigentlich hinter dem Konzept eines Kollektives und welche vor und Nachteile birgt dieses?

Weiterlesen »

In Kunst investieren gegen Inflation?

Was würde passieren, wenn der Kunstmarkt plötzlich für alle Menschen zugänglich wäre? Investition in Kunst wäre nicht mehr nur bestimmten Personen vorenthalten, wertvolles Kulturgut würde nicht mehr hinter den Türen von Privatsammler:innen verschwinden, sondern einen Platz in der Gesellschaft erhalten.
In Kunst investieren sollte für alle zugänglich sein.

Weiterlesen »

Anzeige

Überall dort, wo es heiß hergeht!